Das ist der alte Trick der Bahn

 
Grafik: JA zu modernem Verkehr im ganzen Land

31.10.2011,  Landesbündnis JA zum Ausstieg

„Die Bahn zieht mal wieder unzulässige Vergleiche, das ist der alte Trick. Hier wird der heutige Ist-Zustand mit dem Fahrplan von 2020 verglichen – und da fahren natürlich mehr Züge“, sagt Brigitte Dahlbender, Sprecherin des Landesbündnisses JA zum Ausstieg. „Um die Ergebnisse zu verbessern wurden außerdem Projekte wie die Gäubahn, die Elektrifizierung zwischen Ulm und Friedrichshafen und Neigetechnik auf der Remsbahn in die Berechnungen mit einbezogen. Das ist aber irreführend: Die Verbesserungen auf diesen Strecken haben mit S21 nichts zu tun.“

Auch Landesbündnis-Sprecher Hannes Rockenbauch ärgert sich über die falsche Berechnung: „Die Bahn rechnet wieder einmal die Neubaustrecke dem Tiefbahnhof zu – das ist unzulässig: Die Neubaustrecke gehört nicht zu Stuttgart 21 und darum geht es auch gar nicht bei der Volksabstimmung“.

Brigitte Dahlbender betont, dass durch Stuttgart 21 wichtige Vorhaben im ganzen Land kannibalisiert werden. „Mit dem Ausstieg aus Stuttgart 21 steigen die Chancen, dass die Südbahn elektrifiziert, die Gäubahn zweigleisig und die Rheintalbahn schneller und mit dem notwendigen Lärmschutz für die Menschen ausgebaut werden. Wenn S21 platzt, wird nicht nur das Geld vom Bund für diese Projekte frei, sondern auch die knappe Milliarde des Landes, die einen modernen Verkehr im ganzen Land ermöglicht.“

„Am leistungsfähigsten ist die Kombination der Neubaustrecke in Verbindung mit dem Kopfbahnhof. Dann hätte man sogar noch das Geld um die Züge zu bestellen. Bei Stuttgart 21 dagegen steckt das ganze Geld im Tunnel“, sagt Hannes Rockenbauch. Auch die Schweizer Beratungsfirma SMA, die noch von der ehemaligen CDU-FDP-Landesregierung beauftragt worden war, kommt unter Berücksichtigung der Fahrgastzahlen zu dem Ergebnis: Jeder der täglich 400 000 Fahrgäste würde bei Stuttgart 21 nur eine halbe Minute sparen. Bei K21 wäre es eine knappe Minute.

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